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Fachkraft für Extremismusprävention & Diskriminierungskritik

PRAXISORIENTIERT. TOPAKTUELL. WISSENSCHAFTLICH FUNDIERT.

Wann handelt es sich um jugendliche Provokation – und wann um erste Anzeichen einer Radikalisierung? Wie können pädagogische Fachkräfte reagieren, ohne Beziehungen zu gefährden oder Unsicherheiten zu verstärken?

Genau hier setzt diese Qualifizierung an. Sie vermittelt ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis von Radikalisierungsprozessen, Identitätsentwicklung und den gesellschaftlichen Faktoren, die Extremismus und Diskriminierung begünstigen können. Sie lernen, unterschiedliche Extremismusphänomene sicher einzuordnen, analoge und digitale Radikalisierungsdynamiken frühzeitig zu erkennen und diskriminierungskritisch zu handeln. Anhand praxisnaher Fallbeispiele entwickeln Sie konkrete Interventions- und Beratungskompetenzen, gewinnen Rechtssicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen und lernen relevante Unterstützungsstrukturen kennen. Ziel ist eine professionelle Handlungssicherheit, die Orientierung schafft, demokratische Werte stärkt und Ihnen ermöglicht, junge Menschen wirksam in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Nach Absolvierung dieser modularen Fortbildungsreihe besitzen die Teilnehmenden:

  1. Fundiertes Phänomenwissen: Sie können rechtsextreme, islamistische, linksextreme sowie auslandsbezogene Netzwerke (wie PKK oder Graue Wölfe) in Deutschland präzise voneinander abgrenzen und deren modernisierte Online-Erscheinungsformen demaskieren.
  2. Diagnostische & Intersektionelle Kompetenz: Sie verstehen Radikalisierung als biografischen Prozess, erfassen die Dynamiken von Mehrfachdiskriminierung als Katalysator und können Push- und Pull-Faktoren (z. B. Coping bei Ohnmacht und Ausgrenzung) frühzeitig erkennen.
  3. Netzwerk- und Digitale Handlungskompetenz: Sie kennen das Wegweiser-System in NRW und beherrschen Werkzeuge der digitalen Streetwork (Monitoring, alternative Narrative, gezielte Ansprache), um Jugendliche in digitalen Echokammern effektiv aufzufangen.
  4. Reflektierte Haltung & Eigenschutz: Sie beherrschen das berufliche Handeln im Spannungsfeld zwischen gesetzlichem Wächteramt und Vertrauensschutz (§ 203 StGB) und verfügen über effektive Self-Care-Strukturen gegen Netzhass.

Anmeldeformular

    Termine

    Geschlossene Fortbildung:

    Block 1: 26.02, 27.02.2027

    Block 2: 23.04, 24.04 und 25.04.2027

    Jeweils 9:30 bis 16:30 Uhr

    Format: in Präsenz

    Auf einen Blick

    Veranstaltungsort: Alleestr. 48, 44793 Bochum

    Umfang: 5 Tage á 6 Zeitstunden | 40 UE

    Anzahl der Teilnehmenden: max. 20

    Kosten: 1100 €

    Ratenzahlung: 2 Raten á 550€ möglich

    Abschluss: Zertifikat als "Fachkraft für Extremismusprävention & Diskriminierungskritik". Alle Inhalte werden auf dem Zertifikan aufgelistet.


    Bildungscheck: Ein Zuschuss von 50 % der Weiterbildungskosten, bis zu maximal 500 Euro, ist durch den Bildungsscheck des Landes NRW möglich. INFOS HIER

    dozent:innen

    Ansprechpartner:in

    J. Folke

    J. Folke

    Bildungsreferent

    Diplom-Heilpädagoge

    Kinderschutzfachkraft nach § 8a SGB VIII, Systemische Beratung

    Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch

    K. Boldrew

    K. Boldrew

    Fachbereichsleitung Bildung und Prävention

    Erziehungswissenschaftlerin (M. A.)

    Deutsch, Russisch, Ukrainisch, Englisch

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