Projektarchiv

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Vergangene Projekte von Migration | Integration

Der Fachbereich Migration | Integration bietet eine Vielzahl an Angeboten Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte an. Einige dieser Angebote werden mit einer bestimmten Laufzeit gefördert. Um einen Einblick in die vielfältige Arbeit von PLANB in der Migrations- und Integrationsarbeit zu erhalten, sind hier die bereits beendeten Projekte aufgelistet.

  • Interkulturelle Patenschaften für Frauen (2021 – 2022)

    Interkulturelle Patenschaften für Frauen

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    Frauen mit Migrationserfahrung und Fluchtgeschichte der ersten Generation stehen häufig vor einer Herausforderung nach ihrer Ankunft in Deutschland: Isoliert außerhalb des sozialen Systems, lernen sie kaum Deutsch und verfügen nur über wenig Chancen zur Teilhabe an Bildungsangeboten. Die Integration wird zu einem mühsamen Prozess, der Kraft und Zeit benötigt und unterstützt werden muss. Hier setzt das Projekt Interkulturelle Patenschaften von und für Frauen an.

    Im Rahmen des Projekts Interkulturelle Patenschaften von und für Frauen wollen wir in gezielter Zusammenarbeit mit Beratungsstellen und Kooperationspartnern insbesondere Frauen zwischen 20 bis 45 (Abweichungen sind möglich) mit Migrationsgeschichte und Fluchterfahrungen erreichen, die außerhalb des sozialen Systems isoliert leben und keinen Anschluss haben. Wir wollen sie unterstützen, zur Selbstständigkeit anleiten und dabei begleiten, sowohl bei der Orientierung als auch durch Sprachtraining. Dieses Projekt soll in diesem Ablauf als Bindeglied fungieren und Hilfesuchende (mentees) und interkulturelle Patinnen zusammenführen.

    Zielgruppen des Projekts

    Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in besonderen Lebenslagen

    Frauen mit Fluchterfahrung

    alleinstehende und alleinerziehende Frauen mit Zuwanderungsgeschichte

    Frauen mit Sprachbarrieren und Bedarf in beruflicher (Re-)Integration

    Frauen, die sich für nachhaltiges Ehrenamt interessieren, ggf. erfahren sind und in geregelten Lebensverhältnissen leben

    Ziele

    Der zusammengestellte Pool von ehrenamtlichen, gut integrierten und mehrsprachigen Patinnen soll eine aktive Netzwerkstruktur in Zusammenarbeit der Projektleiterin und den Beratungsdiensten bilden, um folgende Ziele durch Bildung von Einzelpatenschaften konkret zu erreichen:

    Spracherwerb

    Alltagsorganisation bzw. Erwerb von gezielten Informationen und Orientierungswissen

    Aufbau eines sozialen Netzwerks

    Alltagsorganisation und Orientierungswissen

    Teilnahme an Bildungs- und Qualifizierungsangeboten

    Unterstützung in behördlichen Angelegenheiten

    als Kommunikationspartnerin bereitstehen

    Einzelförderungen

    Stärkung von Selbstständigkeit und Selbstvertrauen

     Das Projekt wurde unterstützt durch die Stadt Essen und lief bis Mitte Mai 2022.
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  • Interkulturelle Patenschaften für Jugendliche (2021 – 2022)

    Interkulturelle Patenschaften für Jugendliche

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    Viele Kinder und Jugendliche mit Migrations- und Fluchtgeschichte wachsen in prekären Verhältnissen auf. Ihre Bildungschancen sind deshalb vom Beginn an schlecht. Die Ganztagsangebote der Schulen decken insgesamt nur einen geringen Teil des Bedarfes ab und erreichen nur einen viel zu kleinen Anteil von Kindern und Jugendlichen aus diesen Bevölkerungsgruppen.

    Die Eltern sind häufig mit Problemen wie sozialer Isolation, Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Bildungsarmut oder Alkoholismus belastet. Die erforderlichen Ressourcen, das Wissen und die Energie für eine angemessene Förderung und Begleitung der Kinder fehlen oft auf der ganzen Linie. Die Regelstruktur der Bildungsinstitutionen ist nicht in der Lage, eine auch nur annähernde Kompensation dieser defizitären Lage zu schaffen. An dieser Stelle setzt das Projekt: „Interkulturelle Patenschaften für Jugendliche“ an.

    Ziele des Projekts

    Mit dem Projekt wollen wir eine Gruppe von Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren nachhaltig und vielseitig fördern. Wir schaffen für sie Lern- und Entwicklungsräume und untertsützen gleichzeitig ihre Eltern. Auf unser Agenda stehen neben der Patenschaft gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Ausflüge oder Exkursionen, Lernförderung, Sprachtraining, Prüfungsvorbereitung und fächerbezogene Lernstoffe, aber auch die professionelle Unterstützung der Jugendlichen durch das Projektteam in allen persönlichen Angelegenheiten wie beispielsweise, Familie, Schule, Berufsorientierung, Bewerbung, Praktikum, Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche.

    Elternarbeit

    Die Eltern sollen von Beginn an in die Projektumsetzung einbezogen werden. Regelmäßige Elternworkshops (alle zwei Monate) sind geplant, in denen die Eltern über den Projektverlauf, die Umsetzungsschritte sowie die Beteiligung der Jugendlichen informiert werden. Im Rahmen der entstehenden Patenschaften erhalten alle Beteiligten die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen, interkulturelle Freundschaften aufzubauen, neue Erfahrungen zu sammeln und eigene Ideen zu verwirklichen.

    Projektteam

    Das Projektteam besteht aus der Teamleitung (Sozialarbeiterin/ Sozialarbeiterin), zwei studentischen Kräften und zwei weiteren Honorarkräften. Das Team ist interkulturell besetzt und bietet internationale Sprachkompetenzen.


    Das Projekt wird gefördert vom Landesjugendamt Westfalen (LWL) und lief bis Ende April 2022.

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  • Flucht verstehen, zusammenleben! (2021)

    Fluchtursachen als Unterrichtsthema

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    Das Essener Projekt "Flucht verstehen, zusammenleben!" hat das Ziel, Schüler:innen über Fluchtursachen aufzuklären, um so Diskriminierung, Intoleranz und Ausgrenzung aufgrund von Ignoranz, fehlenden Informationen und mangelndem Bewusstsein zu überwinden.

  • InHa - In Herne angekommen (2016 – 2021)

    LiHA – Beratungsstelle für zugewanderte Bürger:innen aus Südosteuropa

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    Die Projektarbeit des EHAP – Europäischen Fonds für die am stärksten benachteiligten Personen begann in Herne 2016 mit der damaligen Anlaufstelle für Bürger:innen aus Rumänien und Bulgarien LiHA - Leben in Herne. Nach drei Jahren endete dieses Projekt und ging im Januar 2019 über in die zweite Förderphase.

    Das Anschlussprojekt InHa – In Herne angekommen wurde ebenfalls über den EHAP-Fond finanziert. Realisiert wurde es realisiert unter Federführung der Stadt Herne in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft freie Sozialarbeit e. V. (GfS e.V.), dem Caritasverband, IFAK e. V. sowie PLANB.

    Zielgruppe von InHa – In Herne angekommen waren zugewanderte Bürger:innen aus dem südosteuropäischen Raum, die in Herne wohnen und Anschluss an die vor Ort bestehenden Hilfs- und Regelangebote suchen.

    Die Arbeit von PLANB im Rahmen des Projekts orientierte sich an den Bedürfnissen der Zuwander:innen und deren sozialer Lage. Durch individuelle Beratung informierten wir die Ratsuchenden und stärken ihre Fähigkeit zur Selbsthilfe.

    Zu den Aufgaben der Beratungsstelle für zugewanderte Bürger:innen aus Südosteuropa InHa gehörten vor allem:

    ​​Verweisberatung zur Orientierung in der Kommune und an die vor Ort bestehenden Hilfs- und Regelangebote

    individuelle Hilfeplanung in Rahmen einer Case-Management-Beratung

    aufsuchende Arbeit

    Begleitung bei Behörden und Institutionen zur Stabilisierung und Klärung der soziale Lage der Ratsuchenden

    Unterstützung des Familienlebens

    Informationsveranstaltungen

    Antidiskriminierungsworkshops für Betroffene, Institutionen und Kooperationspartner

    Folgende Themen bildeten die Schwerpunkte der Arbeit in der Beratungsstelle InHa:

    Ankommen und Wohnen in Herne: Klärung des Aufenthaltsstatus, Hilfe bei der Wohnungssuche, Anmeldung usw.

    Gesundheit und medizinische Versorgung, Klärung des Krankenversicherungsstatus

    Kindergarten- und Schulanmeldung, Schwangerschaft und Familienberatung

    Bildungsangebote wie Sprachkurse, Anerkennungsmöglichkeiten, Fördermöglichkeiten, usw.

    Die Beratung war kostenlos.

    Über den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen in Deutschland (EHAP) informiert diese Seite des Bundeministeriums für Arbeit und Soziales.
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  • Bachtalo (2017 – 202)

    Bachtalo –Alles wird besser!

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    Das Projekt Bachtalo verstand sich als Bildungs- und Begegnungszentrum und richtete sich an Neu- und Altzugewanderte aus Südosteuropa. Angesprochen waren vor allem Menschen der Roma-Community, die in Herne leben, aber auch alle andere Migrant:innen sowie nicht-Migrant:innen. Nach dem Ablauf des Förderzeitraums Ende 2018 wurde Bachtalo von April 2019 bis Dezember 2020 weiter vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Das Projekt setzte eine Reihe von Angeboten und Kursen wie Sprachtrainings für Schüler:innen, PC-Kurse, regelmäßige Frauentreffs sowie Workshops zur Stärkung von Frauen in Migrantencommunities um.

    Unsere Angebote im Überblick

    PC-Kurse

    Ohne Computerkenntnisse kommt man heute nicht weit. Alles Wichtige zu diesem Thema bieten unsere PC-Kurse.

    Sprachtraining

    In unserem Sprachtrainings bekommen Schüler:innen die Möglichkeit, die deutsche Sprache zu üben und ihre Schulnoten zu verbessern. Erwachsene können ihre deutschen Sprachkenntnisse gemeinsam mit anderen trainieren.

    Servicestelle für Eltern

    In regelmäßigen Vorträgen wurden Fragen von Neuzugewanderten beantwortet: Wie funktioniert das Schulsystem? Wie lassen sich die Chancen auf eine gute Ausbildung erhöhen? Was muss ich zum Thema Krankenversicherung wissen? Muss ich für die Medikamente meiner Kinder zahlen?
    Sie möchten selbst tätig werden? Wir helfen Ihnen dabei, eine Selbsthilfegruppe für die Roma- und Sinti-Community aufzubauen und unterstützen Sie vom ersten Schritt an.
    Vorurteile abbauen und neue Perspektiven eröffnen: In unserer Informationsreihe werfen wir einen Blick auf Geschichte, Sprache und Religion verschiedener Kulturen.

    Frauensport

    Bei Gymnastik, Schwimmen und Wandern können Sie Kontakte
    knüpfen und sich in Form bringen.

    Frauen-Café

    Gesundheitsversorgung, Verhütung, Frauenrechte oder Hilfe bei häuslicher Gewalt – all diese Themen können beim Frauentreff angesprochen werden.

    Rechtsberatung

    Jeden letzten Samstag im Monat berät Sie ein Rechtsanwalt persönlich, kostenlos und wenn gewünscht auch in Rumänisch zu Ihren rechtlichen Fragen.

    Das Projekt wurde gefördert durch
    MKFFI         Bezirksregierung Arnsberg

  • Blickwinkel (2018 – 2019)

    Blickwinkel – Fotoprojekt

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    Gemeinsam die Stadt und ihre Menschen entdecken, den Horizont erweitern, ungewohnte Perspektiven einnehmen: Darum ging es in dem Essener Projekt Blickwinkel. Im Mittelpunkt stand die Begegnung zwischen Essener:innen und Neuzugewanderten sowie Geflüchteten im Rahmen eines Fotoworkshops.

    Zweimal im Monat zogen die Fotograf:innen – sowohl Profis als auch Laien – durch ihren Stadtteil oder andere Ecken von Essen auf der Suche nach neuen, spannenden, ungewöhnlichen Blickwinkeln. Profifotograf Yavuz Arslan begleitete sie dabei. Er arbeitete bereits für den Spiegel, Focus und BILD und war bei Blickwinkel von Anfang an dabei. Regelmäßig traf man sich außerdem bei PLANB in der Krayer Straße zum Filmegucken, Kochen – oder einfach nur so, zum Austausch und Kennenlernen.

    Blickwinkel startete im August 2017 und lief bis Februar 2019. Rund ein Dutzend Teilnehmer:innen war regelmäßig aktiv. Insgesamt haben während der Laufzeit mehr als 30 Fotofreund:innen ihren Blickwinkel zu dem Projekt beigetragen. Mehr als 10.000 Aufnahmen sind entstanden, darunter viele beeindruckende Werke, die in einer selten gesehenen emotionalen Dichte und überzeugenden Ästhetik Zeugnis ablegen vom Zielpunkt einer Flucht, von der Aufnahme in der neuen Heimat. Dabei stehen die alteingesessenen Essener:innen als Fotograf:innen und Fotografierte für eine Stadt, deren Kern der ständige Wandel ist, die das Neue und den Fremden willkommen heißt, die damit wächst und daraus lernt.

    Zum Abschluss des Projekts wurden die Blickwinkel-Fotos zunächst in einer Ausstellung im Essener Katakomben-Theater im Girardet-Haus präsentiert. Anschließend waren sie unter anderem in der VHS Essen und im PLANB-Haus in Bochum zu sehen. Zum Projekt Blickwinkel entstand eine Broschüre, die neben den Arbeiten der Gruppe auch Einblick in die Biografien der Teilnehmer gibt und hier als PDF erhältlich ist. (Download-Link rechts)

    Die Druckversion der Broschüre kann kostenlos per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.

    Blickwinkel

Ansprechpartner

M. Hamza
M. Hamza
Fachbereichsleitung Migration | Integration
0234 459669-61
01522 1670661
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Soziologe (B.A.)
Sprachen: Albanisch, Serbokroatisch, Englisch

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M. Hamza
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ÜBER UNS

PLANB Ruhr e. V., gegründet 2011, ist ein anerkannter Träger der sozialen Arbeit, organisiert unter dem Dach des Paritätischen NRW. Unsere interkulturelle Arbeit schafft Zukunftsperspektiven für Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien – unabhängig von ethnischer, sozialer und kultureller Herkunft, Weltanschauung oder sexueller Orientierung. Unsere rund 300 Mitarbeiter:innen in der Trägergemeinschaft mit Vielfalt im Ruhrgebiet gGmbH (ViR) sprechen mehr als 30 Sprachen und Dialekte. Wir sind besonders im gesamten Ruhrgebiet wie auch in ganz NRW vertreten. Unsere Kompetenzbereiche sowie die Qualität unserer Arbeit sind auf stetige Weiterentwicklung ausgelegt.

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